🐈Wer kann den beiden Katerchen künftig die Dosen öffnen? 🐾
Lars und Leon möchten gerne zusammenbleiben in ihrem neuen und hoffentlich letzten zuhause.
Idealerweise haben ihre neuen Menschen schon Erfahrung mit Rassekatzen, oder sind gerne bereit sich über bestimmte Eigenschaften und Pflegeaufwand (Fell) zu informieren.
Wir wünschen uns für die Beiden eine großzügige Wohnung oder Haus, mit gesichertem Freigang/vernetzten Balkon oder entsprechender abwechslungsreicher Einrichtung.
🚨wichtige Info zu den Perserkatern Leon und Lars: Pflege- und Gesundheitsstatus
Leon und Lars sind zwei weiße Perserkater mit rassetypisch sehr dichtem, langem Fell. Wer sich für diese Tiere entscheidet, entscheidet sich bewusst für regelmäßige, konsequente Pflege und für eine enge tierärztliche Begleitung.
Das Fell – insbesondere bei Leon – ist extrem dicht und lang. Es reicht nicht, oberflächlich zu bürsten. Das Fell muss regelmäßig gründlich bis auf die Haut durchgekämmt werden. Bestimmte Bereiche empfehlen wir grundsätzlich kurz zu halten: Bauch, Anogenitalbereich, Schwanzansatz, hinter den Ohren sowie zwischen den Ballen. Diese Stellen sollten generell kurz gehalten werden. Eine kleine, leise Schermaschine ist hierfür möglich und sinnvoll. Mit einer Schere ist es ebenfalls machbar, allerdings nur mit großer Vorsicht, da die Haut sehr dünn ist und schnell verletzt werden kann.
Wenn diese Pflege nicht konsequent erfolgt, verfilzt das Fell vollständig. Dann bleibt häufig nur eine Komplettschur unter Narkose. Ein dauerhaft gepflegter, auf halber Länge gehaltener Fellzustand ist daher die deutlich bessere Lösung. Es gibt mittlerweile auch professionelle Anlaufstellen für die regelmäßige Grundpflege von Perserkatzen, zum Beispiel in der VET Praxis für Kleintiere. Zusätzlich finden sich über Instagram oder YouTube zahlreiche seriöse Anleitungen zur Fellpflege. Wir erklären die Pflege selbstverständlich ebenfalls persönlich und zeigen genau, welche Technik sinnvoll ist und welche Utensilien benötigt werden. Zur Grundausstattung gehören ein stabiler Metallkamm, eine hochwertige Zupfbürste, eine kleine leise Schermaschine sowie ein geeigneter Krallenschneider.
Die Krallenpflege ist bei Persern besonders wichtig. Vor allem die Daumenkrallen der Vorderpfoten wachsen stark und müssen regelmäßig gekürzt werden. Auch die übrigen Krallen sind kontinuierlich zu kontrollieren und zu schneiden.
Bei Leon wurde eine Zahnsanierung durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass er an Feline Odontoklastische Resorptive Läsion (FORL) leidet. Diese Erkrankung ist schmerzhaft und fortschreitend. Das Gebiss sollte etwa alle sechs Monate kontrolliert werden. Weitere Zahnsanierungen sind sehr wahrscheinlich einzuplanen.
Zusätzlich zeigt Leon Veränderungen an der Wirbelsäule im Sinne einer Spondylose. Diese Veränderungen können schmerzhaft sein. Er erhält aktuell eine Schmerztherapie, um seine Lebensqualität zu stabilisieren. Eine dauerhafte Schmerztherapie ist bei dieser Diagnose möglich und sinnvoll, sofern sie ihm gut hilft und vertragen wird. Wichtig sind regelmäßige tierärztliche Verlaufskontrollen, um Wirkung und Dosierung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Da Schmerzmittel bei längerer Gabe Leber und Nieren belasten können, sollten in sinnvollen Abständen auch Blutkontrollen erfolgen.
In den Blutuntersuchungen zeigte sich zudem ein leicht erhöhter Langzeit-Nierenwert, während die übrigen Nierenparameter aktuell noch im Normbereich liegen. Auch hier sind regelmäßige Kontrollen wichtig, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Lars ist der lebhaftere und offenere der beiden. Sein Fell ist etwas kürzer, aber sehr dicht. Die gleichen Pflegegrundsätze gelten auch für ihn. Eine Zahnsanierung steht bei ihm an. Wird bei uns noch durchgeführt. Aktuell zeigt er keine deutlichen Schmerzsymptome.
Beide Kater wurden kardiologisch untersucht und per Herzultraschall kontrolliert. Dennoch gilt: Perserkatzen bringen häufig genetische Vorbelastungen mit. Wer sich für Leon und Lars entscheidet, übernimmt bewusst Verantwortung für regelmäßige Tierarztbesuche, strukturierte Pflege und entsprechende finanzielle Planung.
Eine Kranken- oder zumindest OP-Versicherung wird dringend empfohlen. Bereits bestehende Erkrankungen können ausgeschlossen sein, dennoch schützt eine Versicherung vor zukünftigen hohen Kosten – insbesondere, da die Tiere nicht mehr ganz jung sind.
Diese beiden Kater brauchen Menschen, die wissen, dass Pflege, Kontrolle und medizinische Begleitung fester Bestandteil ihres Alltags sein werden. Nur so bleiben sie stabil und kommen nicht wieder in einen Zustand zurück, wie sie ihn bei uns eingangs hatten.
