Pascha

Pascha

Bissiger Zwerg, der trotzdem geliebt wird

Pascha lebte viele Jahre bei seiner Besitzerin, die lange kompromissbereit versucht hatte ihn zu ändern. Oft wurde sie gebissen, andere sowieso, Trainer kannte sie noch und nöcher und bis auf einen haben es einige nach ihrem Wortlaut nur noch schlimmer gemacht. Nun kam noch ein Kind ins Spiel und die Gefährdung für dieses wurde einfach zu groß. Pascha musste weg. Im Tierheim angekommen, zeigte er sogleich, was er konnte. Wow … ein deutlicher, penetranter, klar kommunizierender Bursche. Unsere Tierheim Mitarbeitern @Steffi Eisenhut schreibt über ihren „Lieblingshund“:

 

Mein Schattenhund Pascha lebt bei uns im Tierheim als absoluter Gangster. Er kam  –  und für mich begann etwas ganz Neues. Am Tag nach seiner Ankunft holte die Tierheimleiterin Pascha mit Leine, Maulkorb und gemischten Gefühlen aus seinem Zwinger. Er musste ja raus, wir mussten ihn kennenlernen. Das erste Mal Maulkorb anziehen, klappte relativ gut . Draußen ließen wir ihn in Ruhe und er erkundete mit kritischem Blick seine neue Welt. Nach ein paar Minuten sagte Corina, meine Chefin, zu mir, “Übrigens liebt der Hund Dich jetzt schon“ und ich dachte “Waaaas? Ich hab doch gar nichts mit ihm gemacht??”.  Somit war klar: “Steffi, das ist dein Hund”. Und, ja, die Sympathie stimmte, würde ich sagen …

 

Ich bin Tiermedizinische Fachangestellte und ich konnte mir nie vorstellen, einmal mit solch einem Hund zu arbeiten .. aber! Gesagt, getan. Noch am gleichen Tag gingen wir zusammen spazieren, einmal kurz gestoppt, gestreichelt ohne auszurasten – toll ! Weiter geht’s! Es vergingen ein paar Wochen, Corina holte Pascha aus dem Zwinger und er konnte sich in kurzer Zeit in die morgendliche Hofgruppe integrieren. Ich ging oft mit ihm spazieren, ohne irgendwas zu machen. So gewöhnten wir uns schnell aneinander. Schon bald holte ich ihn selbstständig aus dem Zwinger und er freut sich wahnsinnig, wenn ich morgens an seinem Zwinger seinen Name rufe. Er weiß genau: Leine drum, Maulkorb drauf und der Tag kann starten. Ich erzählte immer stolz, wir hatten wenig Disskusionen und er ist mich noch nie angegangen.

 

Was soll ich sagen, man sollte nicht zu vorlaut sein. Sonntags, Hunderunde bei Jana. Alles lief super. Doch die Transportbox im Auto fand Pascha dann nicht so toll. So begann die Diskussion – und  mein Finger flutschte in den Maulkorb … Naja gut. Notaufnahme, Verband. Am nächsten Tag machten wir so weiter wie immer … Man liebt sie trotzdem!?

 

Das war eine Kurzgeschichte über meinen Pascha … bissig, fühlt sich schnell bedrängt, braucht Distanz, hasst es geregelt zu werden, attackiert gerne aus “seiner” Hütte raus. Ich hab ihn trotzdem gerne, meinen kleinen bissigen Zwerg.

STECKBRIEF LANGZEITBEWOHNER
Alter geb. 21.06.2009
Im Tierheim seit 19.07.2019
Rasse Jack-Russell-Mix
Geschlecht Rüde, kastriert
Herkunft Deutschland
Abgabegrund hat Kleinkind gebissen
Mit Katzen? unbekannt
Mit Kindern? nein
Als Zweithund? nein

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